Mobile Geo

Mobile Geo ist das bahnbrechende Navigations- und Erkundungssystem von Code Factory in Zusammenarbeit mit der Sendero Group für Windows Mobile Smartphones. Auf dieser Seite informieren wir nicht nur über die Leistungsfähigkeit von Mobile Geo, sondern geben Ihnen auch Navigationsgrundlagen mit an die Hand. Mobile Geo ist ausschließlich für Windows Mobile 6 verfügbar. Für Nokia Smartphones der neueren Generation ist die Nutzung von "Karten" mit Mobile Speak möglich, Informationen hierzu finden Sie weiter unten.

Immer größer wird die Nachfrage nach bedienbaren Navigationslösungen für blinde und sehbehinderte Menschen. Dank neuester Smartphone-Technologien ist dies auch prinzipiell kein Problem mehr und die GPS-Empfänger sind auf einem technischen Stand, dass Fußgängernavigation zumindest annähernd funktioniert. Weshalb jedoch auch das beste Navigationssystem nicht hundertprozentig funktionieren kann, erfahren Sie unten auf dieser Seite. Wir beobachten den Markt der Navigationstechnik schon über 10 Jahre und haben diverse Experimente mit unterschiedlichen Systemen durchgeführt, weshalb es uns wichtig ist, Ihnen auch die technischen Hintergründe zu erläutern.

Mobile Geo
Für die exzellente Navigation mit Mobile Geo benötigen Sie lediglich ein Smartphone mit Windows Mobile als Betriebssystem und Mobile Speak als Bildschirmleser (nicht Windows Phone 7), andere Systeme werden nicht unterstützt. Mit Mobile Geo stecken Sie die Welt ganz einfach in die Tasche. Es als reines Navigationssystem zu bezeichnen, wäre untertrieben. Mobile Geo ist noch mehr, nämlich ein Erkundungs- und Orientierungssystem. Wie bei einem handelsüblichen Navigationssystem planen Sie mit Mobile Geo Routen und erkunden diese entweder virtuell oder mit Hilfe der Ortsbestimmung in Echtzeit. Die Mobile Speak Sprachausgabe weist Ihnen den Weg und nennt Ihnen wichtige Informationen Ihrer Umgebung, die Sie auch an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Wenn Sie keine Route planen und die automatischen Ansagen eingeschaltet sind, informiert Mobile Geo fortlaufend über die aktuelle Straße und Querstraßen, Richtung, voraus liegende Straßenkreuzungen und interessante Punkte in der Nähe. In Zusammenarbeit mit der Sendero Group ist Mobile Geo entstanden und speziell auf die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen hin entwickelt worden. Sendero hat bereits für andere Plattformen Navigationslösungen entwickelt, sodass Code Factory von diesem Wissen profitiert. Bereits ab der ersten Version hat Mobile Geo weltweiten Anklang gefunden und diverse Auszeichnungen erhalten. Für Mobile Geo benötigen Sie keine Datenverbindung. Alle Karten, übrigens für ganz Europa, befinden sich auf Ihrer Speicherkarte. Wenn Ihr Windows Mobile Gerät nur über einen Touch Screen verfügt, ist dies kein Problem. Sogar die Sprachsteuerung ist in Verbindung mit Microsoft Voice Command möglich.

20 Gründe, die für Mobile Geo sprechen

  1. Geo ist die beste Wahl! Basierend aufgrund der revolutionären Technologie der Sendero Group, Entwickler der innovativen und modernen Braillenavigationssysteme BrailleNote GPS, ist Mobile GEO die erstbeste Software, die auf herkömmlichen Windows Mobile Smartphones installiert werden kann.
  2. Geo wird auf Sie Acht geben! Wenn Sie auf Reisen mit Mobile Geo sind, ob mit einem oder 101 Stundenkilometern, können Sie ganz entspannt bleiben, weil Mobile Geo Sie automatisch über vorausliegende Kreuzungen, interessante Punkte, Ortsnamen und vieles mehr informiert, alles mit dem Komfort Ihres Smartphones. Sie wollen Diskretion? Kein Problem, Schließen Sie einfach Ihr bevorzugtes Kabel- oder Bluetooth-Headset an Ihr Handy an “und Sie sind reisefertig“.
  3. Geo gibt Ihnen virtuelle Realität! Wollen Sie eine reale, virtuelle Welt erleben? Mit der kombinierten Leistung und technischen Mitteln von Code Factory und Sendero nutzen Sie Mobile Geo, um Ihre Welt von Zuhause aus zu erkunden. Es stimmt! Geo lässt Sie eine Route voraus anzeigen oder eine entfernte Stadt besuchen, einschließlich interessanter Orte und dies mit dem virtuellen Blickwinkel, wie in der Realität.
  4. Geo bringt Sie nach Hause! Verschieben Sie Mobile Geo einfach nahtlos in den Hintergrund, wenn Sie einen Anruf erhalten oder jemanden anrufen wollen, Textmitteilungen versenden, Emails lesen oder im Internet surfen. Bei was auch immer, Mobile Geo wird Sie weiterhin mit "Umsehen"-Informationen versorgen.
  5. Geo hört auf Sie! Mobile Geo ist die einzige und welt-erste GPS-Navigation Softwarelösung für Blinde und Sehbehinderte, die 100% kompatibel mit Microsoft Voice Command ist. Dies ermöglicht es Ihnen, Befehle nur durch einfaches Sprechen ins Smartphone auszuführen. Wenn Sie das nächste Mal mit Mobile Geo unterwegs sind und den Boulevard entlangschreiten oder eine Straße entlangfahren, fragen Sie Geo und es wird Ihnen sagen, wo Sie sich befinden, die Distanz zur nächsten Kreuzung oder welche Abbiegung als Nächstes folgt. Keine Sorge, auch wenn Sie Ihre Welt virtuell entdecken wollen, Kann Geo Sie ebenfalls hören und antwortet auf Ihre Befehle. Besser geht es nicht!
  6. Geo ist heiß! Fühlen Sie die Hitze von Mobile Geo mit der Ein-Tasten-Bedienung. Drücken Sie einfach eine Taste und genießen Sie die schnelle Reaktionszeit und erfahren Sie alles, was Sie wissen wollen.
  7. Geo strahlt was aus! Geo navigiert nicht nur, hört zu und gibt Ihnen nicht nur Rückmeldungen durch Sprache und akustische Hinweise, sondern bringt auch Bewegung in Ihr Leben. Geo wird Sie bewegen, indem es Ihnen sagt, wie Sie durch Ihre Welt laufen müssen mit Hilfe des innovativen Morse Code basierten Vibrations-Alarmsystems. Taubblinde Reisende werden diese Funktion besonders nützlich finden.
  8. Geo hat POI Power! Suchen Sie einen bestimmten Punkt Ihres Interesses? Mit Mobile Geo haben Sie die weltbeste POI und mobile Suchmaschine unter Ihren Fingern. Mobile Geo ist das einzige mobile GPS-Softwarenavigationssystem, dass zusätzlich zu den traditionellen Suchkriterien, wie Name, Straße, Ort und Webseite, auch das Suchen nach Punkten von Interesse in einer bestimmten Reiserichtung ermöglicht.
  9. Geo ist unabhängig! Mit Mobile Geo und ohne Datentarif? Kein Problem. Da alle von Mobile Geo verwendeten Karten- und POI-Informationen in Ihrem Smartphone gespeichert sind, ist es absolut nicht notwendig, für einen mobilen Datentarif zu bezahlen. Wenn Sie Geo mit integriertem oder externem GPS-Empfänger erhalten, haben Sie alles, was Sie brauchen.
  10. Geo bewegt sich, wann immer Sie wollen! Code Factory hat sein benutzerorientiertes Lizenzierungssystem in Mobile Geo integriert. Wenn Sie also planen, auf ein anderes Smartphone umzusteigen, wird Ihnen geo folgen, kostenlos.
  11. Geo wird auf Sie zählen! Mit dem integrierten Schrittmesser zählt Mobile Geo die Entfernung, die Sie zurücklegen, dies brauchen Sie nicht selbst zu tun.
  12. Geo wird Sie kontaktieren! Mit der Mobile Geo Kontaktschnittstelle können Sie zwar nicht in Ihrem Handy gespeicherten Kontakte anzeigen oder anrufen, aber Sie können Ihre Kontaktadressen als Ziel oder virtuelle Position festlegen.
  13. Geo lässt Sie in Details stöbern! Wenn Sie eine POI Detailansicht öffnen, lässt Mobile Geo Sie die Information verwenden, z. B. direktes Anrufen oder E-Mail schicken oder auf die Webseite gehen.
  14. Geo hält Sie warm! Aktivieren Sie Mobile Geo's Annäherungsfunktion, um die restliche Entfernung und Richtung zu einem Ziel oder Straße zu erfahren.
  15. Geo lässt Sie Standards setzen! Mobile Geo lässt Sie Ihre persönlichen Einstellungen festlegen, wie nie zuvor. Ändern Sie schnell und einfach das Aussehen und Verhalten von Mobile Geo, indem Sie alles anpassen, von den Sounds und Vibrationen, bis hin zu Entfernungen der ansagen zum Startpunkt oder Ziel.
  16. Geo erinnert an Ihre Geschichte! Um zu verhindern, dass Sie aufgrund von Umgebungsgeräuschen, SMS-Benachrichtigungen, Terminerinnerungen oder eingehende Anrufe wichtige Navigationshinweise verpassen, nutzen Sie die Ansagenhistorie. Mit diesem zuverlässigen Werkzeug verpassen Sie nie wieder einen Schritt, Abbiegung oder Routenanweisung, wenn Sie von einem zum anderen Punkt navigieren.
  17. Geo lässt Sie springen! Da Mobile Geo eine Windows Mobile Anwendung ist, können Sie zwischen verschiedenen Geräten wählen, auch von Netzbetreibern.
  18. Kaufen Sie Geo Karten als Paket! Sie erhalten mit Mobile Geo zunächst die Karten für ganz Europa. Weitere Karten erhalten Sie als Paket, direkt von der Sendero Group.
  19. Geo lässt Sie einen Versuch wagen! Wie alle Code Factory Produkte können Sie auch Mobile Geo 30 Tage lang unverbindlich testen. Hierzu erhalten Sie auf Anfrage von uns eine Karte für Deutschland, um an Ihrem Heimatort Mobile Geo auf Herz und Nieren zu prüfen.
  20. Geo wartet auf Sie! Mobile Geo zu erwerben ist nur der erste Schritt ein Mitglied von Team Geo zu werden. Code Factory ist der einzige Softwareentwickler für zugängliche, mobile GPS navigationssoftware, der sich für ein erstklassiges, gemeinschaftliches, real bezogenes on-demand kundenbasiertes Supportsystem engagiert. Wenn Sie bereit sind, fragen Sie an, um ein Mobile Geo Beta Tester zu werden oder sogar ein Mobile Geo Skriptentwickler. Team Geo ist bereit und wartet auf Sie.

"Karten" in Nokia Smartphones
Eine günstige und interessante Alternative ist die Nutzung von Mobile Speak mit der "Karten" Anwendung, die in allen aktuellen Nokia Smartphones zu finden ist. Diese ermöglicht zwar nicht die Orientierung, wie sie mit Mobile Geo möglich ist, auch auf die virtuelle Navigation muss man verzichten. Allerdings kann eine Route geplant werden, die Straßennamen werden Mittels der Stimme von "Karten" angesagt und eine Entfernung zur nächsten Aktion wird von Mobile Speak gesprochen. Die Richtung zum Zielpunkt, sowie die aktuelle Straße sind ebenfalls hörbar. Das Problem hierbei ist, dass Mobile Speak nur die Informationen erfassen kann, die auch als Text dargestellt werden. Querstraßen und Kreuzungen werden optisch auf der Karte angezeigt und sind somit nicht von Mobile Speak auswertbar. Da die Ausrichtung der Karte angesagt werden kann, ist eine grobe Umgebungserkundung mit den Pfeiltasten möglich, die aber keinesfalls an die virtuellen Navigationsfunktionen von Mobile Geo heran reicht.

Technische Hintergründe
Das Kernstück eines Navigationssystems ist der GPS-Empfänger, der in allen aktuellen Smartphones bereits eingebaut ist. Zusätzliche Technologien wie das assistive GPS unterstützen ihn bei der Ermittlung der Position. Durch diese Techniken kann ein erstes "Fixing" in wenigen Sekunden und auch in Gebäuden erfolgen. Dabei wird zunächst eine grobe Ortsbestimmung anhand der Position der umliegenden Mobilfunk-Basisstationen ermittelt, des Weiteren wird über das mobile Internet der momentane Satellitenstandort abgefragt. Smartphones mit dieser Technik ermitteln in wenigen Sekunden eine fast genaue Position, die von Minute zu Minute verfeinert wird. Dann allerdings übernimmt der GPS-Empfänger im Handy und verfolgt die Satelliten, die Zusatztechniken spielen ihre Vorteile lediglich bei der ersten Positionsbestimmung aus.

Externe Empfänger werden per Bluetooth an das Smartphone angeschlossen und bieten diese Zusatzfunktionen in der Regel nicht. Durch ihre zumeist bessere Technik, größere Antennenfläche und fehlende Störeinstrahlung durch das Smartphone, bieten sie jedoch ein präziseres "Tracking", können also die Satelliten genauer verfolgen. Schaltet man die Zusatzfunktionen eines Smartphones ab und vergleicht einen internen mit einem externen Empfänger, werden die Qualitätsunterschiede sehr schnell deutlich. Eine Antenne ist integriert. Je nach Güte werden zwischen 8 und 64 Kanälen parallel empfangen, so dass eine Ortsbestimmung anhand der Positionierung der Satelliten möglich ist. Das Protokoll, dass in der Regel sekündlich (1 Hz) aktualisiert wird, enthält neben den geographischen Daten (Länge und Breite anhand von Meridianen) auch die relative Höhe und die aktuelle Weltzeit. Bei gleichförmiger Bewegung werden auch Geschwindigkeit und Richtung ermittelt. Das NMEA 0183-Protokoll unter Anderem ist ein Standard und wurde von der National Marine Electronics Association definiert. Es ermöglicht die Kommunikation zwischen der Empfängerelektronik und der Navigationsanwendung. Es gibt verschiedene Chipsätze, die unterschiedlich viele Kanäle (Satelliten) parallel empfangen können. Für die Positionsbestimmung werden mindestens drei gleichzeitig empfangbare Satelliten benötigt, ein vierter ist jedoch für die Zeitreferenz notwendig. Von daher bieten Empfänger mit 12 Kanälen eine ausreichende Empfangsleistung, da durchschnittlich 7-9 Satelliten empfangen werden. Grundsätzlich gilt: Mehr Satelliten und höhere Geschwindigkeit sorgen für eine präzisere Positionsbestimmung und ein besseres "Tracking", also die Verfolgung der Satelliten. Seit dem der ehemalige, amerikanische Präsident Bill Clinton die künstliche Ungenauigkeit abgeschaltet hat, sind Positionsbestimmungen bis auf wenige Meter genau möglich. Dies ist allerdings auch abhängig von Witterungs- und Umweltbedingungen und liegt nicht allein daran, wie viele Satelliten ein Empfänger theoretisch parallel empfangen kann. Freie Sicht zum Himmel begünstigt die Empfangsmöglichkeiten, ein Stahlbetongebäude könnte in der unmittelbaren Nähe für eine ungewollte Abschirmung sorgen.

Auch die Auflösung des Empfängers spielt eine Rolle, moderne Chipsätze erlauben eine Auflösung der Signale von 5 Hz, also 5 Positionsbestimmungen pro Sekunde. Ist die Auflösung höher, kann der Emmpfänger auch entsprechend schnell ermitteln, wenn sich die Richtung ändert oder man stehen bleibt. Ältere Empfänger sind häufig sehr träge und erkennen erst Sekunden später, dass man auch tatsächlich angehalten ist, die abgebildete Position gerät im Vergleich zur Realität dann ins Trudeln. Die Preise für externe Empfänger (auch bei uns erhältlich) liegen zwischen 40 und 100 Euro, wobei der Preis nicht im Verhältnis zur Leistung stehen muss. Manche Empfänger bieten eine Anschlussmöglichkeit für eine externe, aktive Antenne. Diese sorgt für eine höhere Empfangsempfindlichkeit, da auf diese Weise die Eigenstörungen durch die Elektronik und Energieversorgung des GPS-Empfängers vermindert werden (größerer Rauschabstand). Die Empfangsverstärkung der aktiven Antenne verhilft zudem zu einer etwas besseren Lesbarkeit der Signale und dadurch zu höherer Datengenauigkeit, wobei es allerdings mehr auf die Qualität der Antenne ankommt und eine passive Antenne bei genauerer Abstimmung effizienter sein kann, als eine aktive Antenne mit einem unsauberen Verstärkungsglied.

Betrachtet man den Einsatz von GPS-Empfängern in der Praxis, besteht das große Problem in zumeist fehlender freier Sicht im Innenstadtbereich, dies ist aber für die Fußgängernavigation sehr wichtig. Genau genommen müsste ein GPS-Empfänger auf dem Kopf getragen werden und der Benutzer müsste etwa 5 m neben der Häuserreihe entlanglaufen, um dem Empfänger eine weitgehend freie Sicht zu ermöglichen. Wie oben beschrieben ist auch die Fortbewegungsgeschwindigkeit für eine genauere Positionsbestimmung maßgeblich. Natürlich ist es auch möglich, einen Empfänger in der Jackentasche zu tragen oder auch auf dem Schulterblatt, selbst ein Empfang in Gebäuden gelingt in Fensternähe häufig. Aber eben nicht so präzise, als dass es ausreichen würde, einen Hauseingang oder selbst eine Straßenkreuzung zu finden. Nimmt man als Beispiel eine Straße mit einer Gesamtbreite von 7 m, wird man diese bei einer groben Genauigkeit von 18 m oder gar 30 m nicht exakt treffen, z.B. wenn zwei Parallelstraßen nebeneinander verlaufen. Wenn das Gerät das Links abbiegen meldet, hat man womöglich die Straße schon längst überquert und somit verfehlt. In Gebäudenähe ist dies noch fataler, da ein Haus mit unmengen Störungen durch sämtliche elektronischen Geräte den Empfang möglicherweise verschlechtert. Sucht ein blinder Anwender beispielsweise einen Eingang und orientiert sich dicht an der Häuserreihe eines mehrstöckigen Gebäudes mit viel Stahlelementen, ist er auf sich selbst angewiesen. Ebenso treten Probleme beim Erreichen einer Unterführung auf. Fällt der Empfang zeitweise aus, geht der Empfänger davon aus, dass sich der Träger mit gleicher Geschwindigkeit in dieselbe Richtung weiter bewegt, eine Korrektur findet dann statt, wenn wieder Sicht zum Satelliten besteht. Des Weiteren ist bei einer durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit von 2-3 km/h ebenso keine genaue Ortsbestimmung möglich, da das Fading (schwankender Pegel z.B. durch benachbarte Störquellen) weiterhin Ungenauigkeiten verursacht. In Fahrzeugen fallen diese Probleme nicht auf, da Beschleunigung und Abbremsung mit höheren Werten erfolgen und auf Straßen freie Sicht besteht.

Eine weitere Problematik bei der Fußgängernavigation liegt in der Kartographie. Ein Fußgängermodus eines Navigationssystems ändert die Kriterien so, dass Einbahnstraßen beispielsweise von der verkehrten Seite angelaufen und Autobahnen vermieden werden. Zwar sind häufig auch Wanderwege integriert (je nach vom Hersteller verwendeten Kartenauflösung), Fußgängerunterführungen und kleinere Fußwege sind jedoch bislang noch nicht in den Karten eingepflegt. Ein Beispiel lässt sich an unserer Fronhäuser Bahnunterführung verdeutlichen: Plane ich eine Route vom Firmensitz zur Sparkasse, liegt diese auf der anderen Seite der Bahnlinie. Eine Unterführung leitet mich zu Fuß unter dem Bahnhof direkt auf die andere Seite, Autos müssen auf die Landstraße über eine Brücke und gelangen über einen Kreisel von der anderen Seite in das Dorf zurück. An dieser Stelle gibt es jedoch keinen Fußweg. Wir haben diese Situation mit allen Navigationsgeräten getestet, alle wollten uns im Fußgängermodus über den Kreisel leiten. Dabei spielte es keine Rolle, ob es Spezialsysteme für Blinde und Sehbehinderte, oder handelsübliche Navigationsgeräte waren. Dieses Phänomen stellten wir auch bei anderen, vergleichbaren Situationen fest. Ein weiteres Problem besteht in Industriegebieten, deren Gebäude meist fern ab vom Straßenrand stehen. In die Karten sind fast nie Einfahrten zu Grundstücken eingezeichnet, so dass man möglicherweise ein Grundstück halb umrunden muss, auch wenn das System meint, das Ziel wäre erreicht. Diese Gründe machen deutlich, dass Navigationssysteme keine Wunderwerke sindd und unbedingt ein gutes Orientierungsvermögen vorhanden sein sollte, da man möglicherweise auch in Gefahrenstellen geleeitet wird.